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Milchviehhaltung
 
Unser Betrieb umfasst ca. 50 Milchkühe, die in einem Außenklimastall gehalten werden. Außenklimastall bedeutet, dass der Stall nicht isoliert ist. Außerdem können sie sich frei bewegen, sind also nicht angebunden. Die Kraftfutterabruffütterung wird computergesteuert. Die Kühe tragen ein Halsband mit einem Chip. So können sie an der Kraftfutterstation ihre bestimmte Kraftfuttermenge über den Tag verteilt abrufen. Bei der Haltung handelt es sich um eine tiergerechte Haltungsform, d.h. die Kühe stehen auf Tretmist und sie können ins Freie, dank einem Laufhof, der die Liegehalle und die Fresshalle verbindet. Die Tiere werden zwei mal täglich im Melkstand gemolken. Die Milch wird in einen großen Tank geleitet, der alle zwei Tage von einem Milchtanklaster der Allgäulandkäsereien Riedlingen entleert wird. Dieser Laster bringt die Milch dann nach Riedlingen ins Milchwerk, wo sie dann zu hochwertigen Molkereifrischprodukten weiterverarbeitet wird und dann schließlich verkauft wird. Das Kontingent des Betriebes Beträgt 425 000 l Jahresmenge. Das bedeutet, dass innerhalb eines Jahres nur diese Menge an das Milchwerk geliefert werden darf.
 
Unser Betrieb besitzt eine eigene Nachzucht von ca. 65 Kälbern und Rindern. Die weiblichen Nachkommen bleiben im Betrieb, um später als Milchkuh genutzt zu werden. Von den männlichen Nachkommen bleiben im Durchschnitt zehn Stück pro Jahr im Betrieb. Von diesen zehn werden 3-4 versucht über Zuchtviehauktionen verkauft zu werden und die Übrigen dieser zehn werden zur Rindfleischdirektvermarktung genutzt. Die Schlachtung der Direktvermarktung erfolgt in Hundersingen. Dort können die Kunden dann ihr Fleisch direkt abholen. Die Restlichen männlichen Nachkommen werden mit ca. 3 Wochen an einen Viehhändler verkauft.
 
Mastschweinehaltung
 
Hierfür steht ein Mastschweinestall mit 300 Plätzen zur Verfügung. Die Ferkel werden direkt vom Ferkelerzeuger aus Münzdorf  bezogen. Da die Entfernung nicht sehr weit ist (10 km) erfolgt der Transport privat. Dies hat auch den Vorteil, dass keine Krankheiten in den Stall gelangen, da keine fremde Tiere mit dem Hänger in Kontakt kommen. Dadurch, dass die Ferkel immer von demselben Erzeuger sind, wird das Risiko der Übertragung von Krankheiten ebenfalls gesenkt. Die Ferkel sind dann ca. 120 Tage auf dem Fladhof, werden gemästet bis auf 125 –130 kg Lebendgewicht. Jetzt werden sie, wieder privat mit dem eigenen Hänger, nach Lonsingen zur Metzgerei Rapp gebracht. Hier erfolg die Schlachtung, die Verarbeitung und der Verkauf in den Filialen in Münsingen, Lonsingen, Gomadingen und Bad Urach. Das Fleisch wird also direkt hier in der Region vermarktet. Die Schweine werden mit hofeigenem Getreide und Soja gefüttert.
 
Getreideanbau
 
25% der gesamten Ackerfläche sind in der Regel für den Anbau von „Albkorn"- Getreide bestimmt. Bei der „Albkorn“ GbR handelt es sich um einen Zusammenschluss von 33 Landwirten der Münsinger und Ehinger Alb, einer Getreidemühle und neun Bäckereien. Die Landwirte bauen ihr Getreide vertraglich und nach umweltschonenden Richtlinien an. So wird beispielsweise nur nach dem Ernährungsbedarf der Pflanze gedüngt, es wird keine Klärschlammdüngung angewendet, das Getreide wird auf Pflanzenschutzrückstande kontrolliert. Außerdem werden durch Erzeugung und Verarbeitung in der Region Transportwege verkürzt und somit ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz geleistet. Lagerung und Verarbeitung erfolgen in der Getreidemühle Luz in Buttenhausen, dadurch wird eine einwandfreie Verarbeitung und eine nachvollziehbare Herkunft gewährleistet. Das Mehl wird an die neun „Albkorn“ Vertragsbäckereien verkauft, die ausschließlich „Albkornmehl“ verwenden.
Die restlichen 30 ha werden mit Winter- und Sommergetreide bestellt. Das Getreide wird dann meist auf dem Hof direkt gelagert und dann nach Bedarf geschrotet. Es dient zur Verfütterung an die Mastschweine und an die Milchkühe. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln erfolgt nach dem Schadschwellenprinzip und die Düngung erfolgt nach dem Nährstoffentzug und nach Boden- und Pflanzenanalysen.
 
Betriebsentwicklung
 
Die Fläche unseres Betriebes hat sich seit 1992 um ca. 33 ha vergrößert. Ebenfalls zugenommen hat die Anzahl der Rinder.
Die Milchquote hat sich mehr als verdoppelt. Die Anzahl der Arbeitskräfte hat sich in dieser Zeit kaum verändert.
 
 
 
 
 
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